Der diesjährige Afrika-Cup fand wieder auf dem Gelände des FC Eintracht bei bestem Fußballwetter statt. Er sorgte mit seinem vielfältigen und abwechslungsreichen Programm sowie seinen wunderbaren Gästen für gute Laune. Unter dem Motto „Integration durch Sport“ veranstalteten Vala (Voice of Afrika Landshut) in Kooperation mit dem BLSV (Bayerischer Landessportverband) und MigLa (Migrationsbeirat Landshut) zum sechsten Mal ein afrikanisches Fußball-Turnier bei freiem Eintritt.  Es wurde nicht nur Fußball gespielt, sondern auch für Kinder und Familien viele Spiel- und Bastelangebote durch das Spielmobil des BLSV bereitgestellt. Ziel der Veranstaltung war es, die Vielfalt der Kulturen auf sportlichem Gebiet mit den sieben teilnehmenden Mannschaften aus unterschiedlichen Herkunftsländern zu präsentieren. Der Tag diente neben den Fußballaktivitäten vor allem auch dem Kennenlernen und der Begegnung bei kulinarischen Spezialitäten aus der westafrikanischen Küche.

 

 

Die Eröffnung des multikulturellen Fußballturniers übernahmen Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner, die Stadträtinnen Anke Humpeneder-Graf, Hedwig Borgmann und Anja König sowie BVV-Präsident Klaus Drauschke und der Migla-Vorsitzende, Giuseppe Cafariello. Die Sieger des Turniers wurden im Rahmen der Eröffnung der Afrikatage bekanntgegeben: Die beiden Vala-Mannschaften Vala 1 und Vala 2 belegten die Plätze 2 und 3. Sieger wurde die hervorragende und spielstarke Mannschaft aus Syrien.

Fotos: Anja König

 

Zum Bild : Anke Humpeneder-Graf (vorne) bedankte sich im Namen von Oberbürgermeister Alexander Putz bei den Veranstaltern des Gemeinschaftsfest (dahinter v.l.n.r.: Dimitra Abdoulaye für das „Intakt-Team“, Michael Fischer für das Bürgerhaus, Anita Straßenberger für das Kinderhaus Daimlerstraße und Irmgard Glosser für den Stadtjugendring. (Bilder: Folker Graf)

 

Mit dem Wetter wollte es nicht so klappen: Weil die Aussichten eher schlecht waren, entschied man sich dazu, das Stadtteilfest am Samstag an der Porschestraße kurzfristig etwas abzuspecken. Dem Zuspruch tat es wenig Abbruch. Als Irmgard Glosser, unermüdliche Stadtteilarbeiterin des Stadtjugendrings, das Fest eröffnete, waren viele Anwohner gekommen, um vor allem die Tanzaufführungen der Kinder mitzuverfolgen. „Dieses Fest ist die Blüte dessen, was das ganze Jahr über hier passiert“, sagte Stadträtin Anke Humpeneder-Graf als Vertreterin des Oberbürgermeisters. 

In der Tat war zu hören, dass das Gemeinschaftsgefühl der Anwohner in den vergangenen Jahren deutlich größer geworden ist. Glosser machte das unter anderem an der Arbeit des „Intakt-Teams“ fest, das sich aus Bewohnern der Porschestraße und der näheren Umgebung zusammensetzt. Dieses Team kümmert sich unter anderem um die Belange des Quartiers. Hinzu kommen mehrere Einrichtungen, die sich vor Ort engagieren: Neben dem Stadtjugendring sind das das Kinderhaus, der Verein ZAK, das Bürgerhaus und seit kurzem auch die Freiwilligenagentur (Fala). „Das wichtigste ist die Bürgerbeteiligung“, sagte Glosser im LZ-Gespräch. Entsprechend war das Fest, das rund um den Spielplatz an der Porschestraße organisiert wurde, eine Gemeinschaftsproduktion vieler helfender Hände. Unter anderem stellten die Beteiligten eine Tombola, einen Grillstand und diverse Spielstationen auf die Beine. 

 

 

Fröhliches Treiben auf dem Stadtteilfest. Einige Programmpunkte der Kinder wurden von den Praktikanten Marcel und Tobi betreut.

 


 

Zum Bild: Aziz Bouabe (2.v.li.) bei der Überreichung der Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme an (von links)  Tareq al Shallah, Mohammed Mohsen und Helal Ozoun.

 

Interkulturelle Kompetenz für Profis geht in die zweite Runde

Die Pilotphase wurde erfolgreich durchlaufen: 15 Teilnehmer haben an dem dreitägigen Seminar „interkulturelle Begegnung“ der Bürgerstiftung Landshut teilgenommen, darunter Mitarbeiter der Stabsstelle für Flüchtlinge, der Regierung von Niederbayern und des Schulverwaltungsamtes. Das Besondere an dem Projekt: Die Hälfte der Teilnehmer waren Flüchtlinge, denn ein Ziel des Projektes ist der interkulturelle Austausch.

Bei dem dreitägigen Seminar wurden zunächst die Beschäftigten der Verwaltung und die Flüchtlinge in getrennten Trainingseinheiten geschult. Am letzten Tag trafen beide Gruppen aufeinander. Dadurch konnten kulturelle Differenzen, aber auch Gemeinsamkeiten, unmittelbar angesprochen und gemeinsam erlebt werden. Damit soll die Bildung von Stereotypen und Allgemeinplätzen vermieden werden.

Die Pilotphase, die, wie auch die gesamte Projektentwicklung, dank der großzügigen Unterstützung von Elisabeth Saubert-Orban stattfinden konnte, war ausgesprochen erfolgreich. Anke Humpeneder-Graf, die Vorsitzende der Bürgerstiftung Landshut, erläutert: „Wir haben in der Pilotphase bewusst auf Multiplikatoren gesetzt, sowohl in der Verwaltung als auch bei den Flüchtlingen.“ Sowohl einzelne Verwaltungsmitarbeiter als auch ganze Einrichtungen hätten mittlerweile Interesse an der Schulung signalisiert, sodass weitere Trainings wieder im Bürgerhaus Landshut, aber alternativ auch gleich in den Räumen der jeweiligen Behörde stattfinden könnten.

Aziz Bouabe, der das Projekt mit der Bürgerstiftung entwickelt hat und die dreitägigen Kurse als vereidigter Dolmetscher zweisprachig durchführt, ist ein ausgewiesener Kenner der interkulturellen Feinheiten. Auch Richter und Staatsanwälte hat er für den Rechtskundeunterricht der bayerischen Justiz bereits interkulturell sensibilisiert.

Die Behörden werden die für ihre Mitarbeiterschulung anfallenden Kosten, anders als in der Pilotphase, im weiteren Projektverlauf selber tragen müssen. „Was die Kosten für die Flüchtlinge betrifft, so springt in den nächsten ein, zwei Kursen noch einmal unsere Sponsorin ein“, so Humpeneder-Graf. „Für die weiteren Kurse versuchen wir, die Teilnahmegebühren für die Flüchtlinge durch Spenden zu decken.“ Anmeldungen und Terminvereinbarungen bei Herrn Fischer im Bürgerhaus unter 0871/97472134 oder unter info@buergerhaus-landshut.de. Die Spendenkonten unter www.buergerstiftung-landshut.de oder unter www.gut-fuer-die-region-landshut.de

Zum Foto (Folker Graf): Der Gabentisch war übervoll. 

 

Kinderaugen zum Strahlen bringen, das ist das Ziel der Weihnachtsaktion „Wunschbaum“. Zum dritten Mal veranstalten die Stadtwerke Landshut gemeinsam mit dem Bürgerhaus die Aktion für Kinder, die Geschenke nicht im Überfluss erhalten. 75 Kinder des Bürgerhauses malten, bastelten oder schrieben in der Nachmittagsbetreuung im Bürgerhaus Wunschzettel für ein kleines Weihnachtsgeschenk. Für einige Wochen in der Vorweihnachtszeit schmückten die Wunschzettel den Christbaum im Stadtwerke-Kundenzentrum in der Altstadt 74. Kunden, Besucher und Mitarbeiter konnten sich dann einen der „Briefe ans Christkind“ vom Weihnachtsbaum nehmen und den Wunsch wahr werden lassen. „Dieses Jahr ist intelligente Knete, eine besondere Art von Plastilin, der Renner bei den Kindern“, sagt Michael Fischer, der Leiter des Bürgerhauses.

Am 19. Dezember kam dann Stadtwerke-Leiter Armin Bardelle selbst ins Kinderhaus, um zusammen mit der Bürgerstiftungsvorsitzenden Anke Humpeneder-Graf die sich auf einem langen Tisch stapelnden, liebevoll verpackten Geschenke, zu übergeben. Die schon ungeduldig wartenden Kinder hatten eine große Freude beim Auspacken, ebenso groß mag die Freude bei den Schenkern gewesen sein, an die an dieser Stelle unser herzlichster Dank im Namen vieler glücklicher Kinder gehen soll.

 

Wieder war er eine gemeinsame Aktion der sozialen Einrichtungen rund um die Porschestraße: Zum Martinsumzug versammelten sich die Kinder und Eltern im Kinderhaus Daimlerstraße und zogen in langer Prozession, singend und Laternen schwenkend, durch die Straßen des Wohnquartiers. Das Kinderhaus Daimlerstraße, das Bürgerhaus Landshut, der Stadtjugendring und der Verein ZAK e.V. trugen wieder gemeinsam zu dem gelungenen Fest bei.

Foto: Hans Jungbauer

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