Schulleiter Johann Cikanek, Susanne Fischer, Schülersprecher Aramis Sacanell, Anke Humpeneder-Graf, Schülersprecherin Melanie Förster, die Verbindungslehrer Birgit Volquardsen und Johannes Schneider (von links)

Juli 2010. Eine Spende von 200 Euro überreichten die Schülersprecher, die Verbindungslehrer und der Schulleiter der Berufsschule II an Anke Humpeneder-Graf und Susanne Fischer von der Bürgerstiftung Landshut, um durch den Erwerb von ideellen Anteilen deren Projekt Bürgerhaus Porschestraße zu unterstützen.

Die Schülervertreter und die Lehrkräfte waren sich einig, dass dieses vorbildliche Engagement der Bürgerstiftung für benachteiligte Bevölkerungsgruppen jede Unterstützung verdient und versprachen dafür weiter Spenden zu sammeln.

Claus Girnghuber, Anke Humpeneder-Graf und Prof. Dr. Thomas Küffner (v.l.)


Alle für den Bau des Bürgerhauses Porschestraße benötigten Mauerziegel werden von der Firma GIMA Girnghuber GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt. Das kommt einer Spende von 25.000 Euro gleich. 
Claus Girnghuber, Geschäftsführer der Girnghuber GmbH, hält das Bürgerhaus mit seinem Konzept als Anlaufstelle für Beratung, Betreuung, Bildung und Freizeitgestaltung für eine sinnvolle Einrichtung: „Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass dabei etwas Vernünftiges herauskommt - zumal auch im Vorhinein schon der Betrieb gesichert wird.“ Dabei helfe er gerne mit. Auf das Bürgerhaus aufmerksam geworden ist Girnghuber nicht zuletzt über die Dominik-Brunner-Stiftung, deren stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender er ist. Dass sich die Stiftung mit 200.000 Euro am Haus beteiligt, hat er von Anfang an mitgetragen und als Geschäftsmann wollte er dem nicht nachstehen. „Mir ist es wichtig, dass wir uns in der Region engagieren und die Bürgerstiftung ist eine tolle Sache. Es freut mich, dass sie eine so breite Zustimmung erfährt bei den regionalen Firmen.“ Seit über hundert Jahren schon stellt die Marklkofener Ziegelei GIMA Girnghuber GmbH, die heute 280 Mitarbeiter hat, Baustoffe aus Ton her. Neben Bodenklinkern, Terrakottafassaden und zahlreichen Spezialformaten vom Akustikziegel bis zum Sichtmauerwerk auch die Mauerziegel, die noch in diesem Jahr zum Bürgerhaus verbaut werden sollen. Spatenstich soll bereits im Oktober sein.

Gesellschafter-Geschäftsführer Stephan Reisch mit Gattin Claudia Reisch und Prof. Dr. Thomas Küffner (v.l.)

Aus 250.000 EUR mache 430.000 EUR. Die Bürgerstiftung Landshut erhält eine großzügige Spende von der Firma terrafix GmbH aus Altheim. 
Die Bürgerstiftung Landshut ist einen großen Schritt weiter. Das Bürgerhaus wird ca. 900.000 EUR kosten. Ein wesentlicher Bestandteil der Finanzierung des Hauses wird eine übergroße Photovoltaikanlage sein. Geplant sind ca. 90 KW. Mit den zu erwartenden Erträgen aus der Einspeisevergütung kann über 20 Jahre ein aufgenommenes Darlehen in Höhe von ca. 430.000 EUR abbezahlt werden. 

Die Idee zu diesem Finanzierungsmodell hatte der Gesellschafter-Geschäftsführer Stephan Reisch von der Firma terrafix GmbH in Altheim. Da er von dem Projekt im Gebiet der Porschestraße so angetan war, hat er sich entschlossen, sich großzügig bei dem Bürgerhaus zu engagieren. Er hat sich kurzerhand verpflichtet, der Bürgerstiftung Landshut die Module für die Photovoltaikanlage als Sachspende zu überlassen. Der Wert einer solchen Anlage beläuft sich auf ca. 250.000 EUR. Die Firma terrafix hat zu diesem Engagement verschiedene ihrer Lieferanten gewonnen, die von der Idee ebenso überzeugt sind. Gemeinsam mit diesen Partnern hat die Firma terrafix weltweit Photovoltaikanlagen mit einer Energiegewinnung von 280 MW errichtet.

Mit der Firma terrafix hat die Bürgerstiftung nunmehr einen erfahrenen Partner an der Seite. Die Firma ist Spezialist für betonlosen Fundamentbau. Sie ist Hersteller von Fundamenten und Gestellen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen und hat ein eigenes Patent für sog. Erdschraubanker, die sich für alle Boden- und Geländearten eignen. Auf diesen Erdankern werden auf der ganzen Welt Photovoltaik-Freiflächenanlagen errichtet.

Mit seinem Engagement will Stephan Reisch auch etwas an die Gesellschaft zurückgeben. Ihm ist wichtig, dass auch sozial benachteiligte Menschen, die sich in sehr schwierigen persönlichen Situationen befinden, eine Chance erhalten. Vor allem Kinder und Jugendliche liegen ihm am Herzen denen er mit diesem Projekt die Wichtigkeit von erneuerbaren Energien nahe bringen möchte. Der sehr hohe Anteil an Kindern und Jugendlichen mit Problemen in Schule, Ausbildung und persönlicher Entwicklung verlangt das Engagement aller, so Stephan Reisch. 

Der Schatzmeister der Bürgerstiftung, Dr. Thomas Küffner, freut sich über ein solch großartiges Engagement: „Aus 250.000 EUR machen wir mit dieser Idee 430.000 EUR. Damit ist das halbe Haus finanziert.“ Küffner ist überzeugt, dass dieses Beispiel weitere Sponsoren anstecken wird und damit dieses einmalige Projekt in Landshut gelingen wird. Für Ihn ist wichtig, dass alle Bürger und Unternehmen bei der Errichtung des Hauses mithelfen. Sei es durch eine kleine Spende oder aber durch ein so großzügiges Engagement.

Rotary Club sichert eine halbe Personalstelle für das Bürgerhaus

 

Der Rotary Club Landshut-Trausnitz erklärt sich bereit, fünf Jahre lang den Erlös seines traditionellen Golf-Turniers für eine halbe Sozialpädagogenstelle für das Bürgerhaus zur Verfügung zu stellen. Am 3. Juli 2010 findet der von Karl-Heinz Brunner, Martin Forster und dem Golfclub-Präsidenten Josef Ortmaier organisierte Rotary-Cup statt. Mit von der Partie ist die Dominik-Brunner-Stiftung, deren Kuratoriumsvorsitzender Uli Hoeneß den ganzen Tag mitspielt.

Auf dem Bild: Uli Hoeneß zwischen Organisator Karl-Heinz Brunner (li.) und dem amtierenden Rotary-Präsidenten Klaus Siedenhans (re.).

Miteinander zum Bürgerhaus Porschestraße

 

Gemeinsam wollen die Bürgerstiftung Landshut und der Stadtjugendring dem Ziel eines Bürgerhauses für die Porschestraße näher kommen. Dazu trafen sich am Freitag die Vorstände der beiden Institutionen, Anke Humpeneder-Graf, Ulf-Arne von Trotha und Prof. Dr. Thomas Küffner von der Bürgerstiftung und Tobias Weger-Behl, Hans Heilmeier, Florian Lang und Irmgard Glosser vom Stadtjugendring, zu weiterführenden Gesprächen. Vorrangiges Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Bewohnern des stigmatisierten Wohngebietes Möglichkeiten zur Selbsthilfe zu schaffen. Das Haus soll als Bürgertreff genutzt werden und den Anwohnern tägliche Anlaufstelle für Beratung, Betreuung, Information und Freizeitgestaltung sein und damit langfristig die Integration in die Landshuter Bürgerschaft unterstützen.

Dass es eine der drängendsten sozialen Aufgaben in Landshut ist, den gut 3300 Bewohnern des Industriegebietes aus ihrer Perspektivlosigkeit herauszuhelfen, die von Arbeitslosigkeit und Armut, Krankheit und Migrationshemmnissen geprägt ist, darin sind sich Bürgerstiftung und Stadtjugendring einig. Der Stadtjugendring hat im Jugendsozialprojekt „Porschestraße“ bereits Erfahrung vor Ort gesammelt. In einer angemieteten Wohnung werden seit sechs Jahren Angebote vom Elterncafe und wöchentlichen Gruppenstunden bis zum Kinderschwimmen organisiert. „Es war nicht einfach, erst einmal an die Leute heranzukommen. Das Vertrauen haben wir uns hart erarbeiten müssen“, schildert Weger-Behl die Situation, mit der man begonnen habe.

Um nun die räumlichen Bedingungen zu verbessern und erweiterte Angebote zu ermöglichen, hat sich die Bürgerstiftung zum Ziel gesetzt, das Bürgerhaus als Stadtteilzentrum zu bauen. Der Raumbedarf wird derzeit gemeinsam geklärt: Jugendtreff und Spielplatz, Werkraum und Gruppenzimmer, Cafe, Bistro und Ruheraum sind geplant, sogar ein Übergangs-Notschlafplatz soll eingerichtet werden, falls mal ein Jugendlicher auf der Straße steht.

„Unsere Vision sind tägliche Öffnungszeiten“, so Ulf-Arne von Trotha, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerstiftung. Bis dahin liegt noch ein weiter Weg vor den beiden Einrichtungen. Derzeit bemühen sich Bürgerstiftung und Stadtjugendring um die Schaffung von zwei weiteren halben Stellen. Darüberhinaus sollen auch andere Vereine und Initiativen mit ins Boot geholt werden. Ziel ist ein umfassendes Miteinander, um gemeinsam eine Anlaufstelle für die Menschen zu schaffen, die Strukturen bildet und den oftmals desolaten sozialen Verhältnissen positive Erfahrungen und gemeinsame Erlebnisse entgegensetzt.

Zum beiliegenden Foto (v.l.n.r.):

Erfolgreiche Gespräche mit gleichem Ziel: Hans Heilmeier, Prof. Dr. Thomas Küffner, Anke Humpeneder-Graf, Irmgard Glossner, Tobias Weger-Behl, Ulf-Arne von Trotha, Florian Lang

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