Einen besonders lieben Besuch hatte das Bürgerhaus am 30. Januar: Die Kinder des Kinderhauses Daimlerstraße kamen vorbei, um sich zu bedanken.

Drei Monate lang hatten sie seit Oktober das Bürgerhaus als Ausweichquartier bezogen, bis nun die Erweiterungscontainer am Kinderhaus bezugsfertig sind. In dieser Zeit verbrachten die Kinder mitsamt ihren Betreuerinnen jeden Vormittag im „Bürgerhaus-Kindergarten“-  bis nachmittags um fünfzehn Uhr.

Die Bürgerstiftung hatte dafür die Räume im oberen Stockwerk des Bürgerhauses zur Verfügung gestellt, zum Essen auch die Küche und das große Bistro im Erdgeschoß.

Anita Straßenberger, Leiterin des Kinderhauses Daimlerstraße und Margarete Paintner vom Stadtjugendamt, bedankten sich bei der Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Anke Humpeneder-Graf, und dem Bürgerhaus-Leiter  Michael Fischer, herzlich für die unbürokratische und unkomplizierte Unterstützung. Humpeneder-Graf betonte, dass das Bürgerhaus nicht zuletzt dafür angetreten sei, das Miteinander im Quartier zu fördern. Da sei es selbstverständlich gewesen, spontan einzuspringen, wenn sich irgendwo ein Bedarf zeige.

 

 

Die Kinder bedankten sich mit einem selbstgestalteten, farbenfrohen Diptychon, auf das sie in allen ihren Sprachen das Wort „Danke“ geschrieben hatten. Michael Fischer wiederum lud die Kinder ein, auch außerhalb der Kindergartenzeit im Bürgerhaus vorbeizukommen.

Deutsch-Sprechen in der Praxis

Jeden Montag- und Dienstagabend lädt das Bürgerhaus Landshut zum Sprachentisch ein. Dann treffen sich Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern und mit ebenso vielen Muttersprachen, um gemeinsam Deutsch zu sprechen. Ziel ist es, die Scheu vor einem Gespräch auf Deutsch abzulegen, weil Sprache der wichtigste Baustein zur Integration ist.

Neben gemeinsamen Gesprächen über aktuelle Themen werden alltagspraktische Sprachübungen durchgeführt, jeder Sprachentisch-Termin hat ein eigenes Thema. Das Spektrum an gezielten Übungen, mit denen man sich ohne allzuviel Theorie der Sprache nähern kann, ist breit. Von „Wie stelle ich mich vor?“ bis „Wie fülle ich ein Formular aus?“ werden spezifische Fragestellungen an praktischen Beispielen behandelt. Übungen zur Reihenfolge im deutschen Satzbau ergänzen das Spektrum. Am Ende jedes Sprachentisches bekommen die Teilnehmer eine kleine, schriftliche „Hausaufgabe“ zum Üben ihrer Sprachkenntnisse mit auf den Weg.

Der Sprachentisch im Bürgerhaus am Dominik-Brunner-Weg 1, der von Gioacchino Acierno immer montags und dienstags von 18 bis 20 Uhr  durchgeführt wird, hat sich seit dem vergangenen Oktober zu einem festen Angebotsbestandteil etabliert, das gut besucht ist. Die Gruppe ist offen, neue Teilnehmer sind jederzeit willkommen. Der Eintritt ist frei.
 

 

Am Freitag, den 23.01.2015, wird wieder gemeinsam im Bürgerhaus gekocht. In der hauseigenen Küche kommen nach der Pause im Dezember wieder monatlich Groß und Klein zusammen, um gemeinsam feine Speisen zuzubereiten, miteinander zu essen und zu guter Letzt miteinander aufzuräumen.

Durch die internationale Zusammensetzung der Teilnehmer geht der Chefkoch-Löffel immer reihum. Nach griechischer und italienischer Küche ist diesmal ein türkisches Rezept gemeinsam durch die Teilnehmer beschlossen worden, es wird "Börek" in einer bulgarischen Variante geben. Börek ist eine Art gefüllter Strudel aus Teigblättern.

Im Vorfeld werden bereits die Zutaten beschafft, die entstehenden Unkosten werden von den Teilnehmern getragen. Von Gästen, die herzlich zum Mitmachen und Verkosten eingeladen sind, ist ebenfalls ein kleiner Beitrag erwünscht.

Geöffnet ist das Bürgerhaus am Dominik-Brunner-Weg 1 werktags ab 14 Uhr. Beginn des gemeinsamen Kochens am Freitag ist ebenfalls ab 14 Uhr, es wird bis 19 Uhr dauern.

Zum Bild: Gemeinsam kochen, gemeinsam essen: In internationaler Runde schmeckt‘s gleich noch mal so gut.

 

Leuchtende Augen bei der Wunschbaum-Bescherung der Stadtwerke

 

Eine vorgezogene Bescherung erlebten die Kinder im Bürgerhaus am Montag, 22.12.2014, mit der Wunschbaum-Aktion der Stadtwerke Landshut.

In einer kleinen Feierstunde übergab Werkleiter Armin Bardelle die weihnachtlich verpackten Geschenke an die Kinder vom Bürgerhaus. Mit leuchtenden Augen öffneten diese die Päckchen und  freuten sich so sehr über ihre kleinen Herzenswünsche, dass viele ihr Geschenk gar nicht mehr aus der Hand geben wollten. Wie zum Beispiel der kleine Robin, der sich einen Polizei-Hubschrauber gewünscht hatte.  Im Anschluss an die Bescherung spielten die Kinder noch eine Weile mit ihren neuen Errungenschaften.

Ziel der Aktion war es, Kindern, die nicht so viel haben, eine kleine Freude zu bereiten. 52 Kinder vom Bürgerhaus hatten in der Vorweihnachtszeit Wunschzettel ans Christkind geschrieben, oft mit dem Wunsch nach einem Spielzeugauto oder einer Puppe.

Mit den  Wunschbriefen schmückten die Stadtwerke einen Christbaum im Kundenzentrum Altstadt 74. Besucher und Mitarbeiter konnten sich einen Wunsch aussuchen, den sie wahr werden lassen wollten. Die vielen Helfer des Christkindes leisteten sehr gute Arbeit: Sie erfüllten alle 52 Wünsche und gaben die Geschenke rechtzeitig im Kundenzentrum ab. Dass jedes Kind seinen persönlichen Weihnachtswunsch erhält, darum kümmerten sich die Stadtwerke.

Zum Bild: Groß war die Freude der Kinder vom Bürgerhaus bei der Bescherung. Im Hintergrund Stadtwerke-Chef Armin Bardelle und Stiftungsvorsitzende Anke Humpeneder-Graf

Ein kontinuierlicher Partner

 

Bei frostigen Temperaturen, aber in warmer, herzlicher Atmosphäre, überreichte Gerhard Gustorf als Vertreter des Lions Club Landshut einen Spendenscheck über 3000 Euro an den Vorstand der Bürgerstiftung Landshut, Anke Humpeneder-Graf, Friederike Appold und Prof. Dr. Thomas Küffner. „Die Spende soll die Arbeit des Bürgerhauses sicherzustellen helfen und sie soll zugleich Ausdruck unserer Wertschätzung für Ihre wichtige, ehrenamtliche Arbeit sein. Wir sehen, wieviel Arbeit der Vorstand und die Mitarbeiter leisten. Das möchten wir unterstützen“, so Gustorf.

Humpeneder-Graf bedankte sich für die neuerliche, durch Schatzmeister Küffner vermittelte Spende des Serviceclubs: „ Wir sind sehr froh, dass wir Unterstützer haben, die kontinuierlich unsere Arbeit verfolgen und bezuschussen. Das Bürgerhaus ist ja kein temporäres Projekt, sondern wir haben es gebaut, um dauerhaft und nachhaltig die Lebenssituation im Wohnquartier um die Porschestraße zu entwickeln.“ Daher sei man auf eine beständige Spendenbereitschaft angewiesen. Das Bürgerhaus sei inzwischen zu einer verlässlichen Anlaufstelle für die Menschen aller Nationalitäten und Altersgruppen geworden.

Das Geld, so wurde von Seiten der Bürgerstiftung bekräftigt, soll vor allem dazu verwendet werden, gemeinsam mit den anderen sozialen Anbietern im Wohnviertel intensive Arbeit für die Bevölkerung  zu leisten. Neben dem Bürgerhaus halten dort der Stadtjugendring, die Mobile Jugendarbeit, das Kinderhaus Daimlerstraße und der Verein ZAK e.V. Angebote bereit, die noch besser vernetzt werden sollen.  

 

Zum Bild:

Freude bei den Betreibern des Bürgerhauses: Vorsitzende Anke Humpeneder-Graf, Lions Club-Vertreter Gerhard Gustorf, Schatzmeister Prof. Dr. Thomas Küffner, stellvertretende Vorsitzende Friederike Appold.

 

 

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