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Im Ferienprogramm des Bürgerhauses wurden Vogelhäuschen gebaut

 

Der Phantasie waren kaum Grenzen gesetzt: Als im Ferienprogramm des Bürgerhauses Landshut das Vogelhäuschen-Bauen auf dem Programm stand, war der Andrang groß. Und obwohl sich die gemeinsame Arbeit unter der Leitung von Gioacchino Acierno über zwei Wochen erstreckte, blieben die Kinder allesamt mit Begeisterung bei der Sache. Das Ergebnis sind individuelle Häuschen, von denen keines dem anderen gleicht.

Vor die fertigen Futterhäuser hatten die Götter viel Schweiß gesetzt: Denn bevor es ans Hämmern, Schrauben und Kleben ging, mussten die Materialien besorgt werden. Für die Häuschen wurde nichts eingekauft: Sie wurden – mit Ausnahme der Farbe - komplett aus Alt- und Fundmaterial hergestellt. So wurden zunächst Zweige gesammelt und in Stücke zerteilt und es wurden alte Paletten zerlegt und in handliche Brettchen formgenau gesägt. Mit viel Liebe zum Detail gestalteten die Kinder ihre Häuschen sehr persönlich und formschön. Alles wurde so lange angepasst, bis sich sämtliche Teile gut ergänzten und genau zusammenstimmten. Großes Vergnügen bereitete den Kindern auch das abschließende Bemalen. Zum Glück konnte die meiste Arbeit bei schönem Wetter auf der großen Bürgerhaus-Terrasse vonstatten gehen, sodass nur die extra weiten Malerhemden der Kinder in Mitleidenschaft gezogen wurden. 

Inzwischen sind die in den letzten beiden Ferienwochen gebauten Vogelhäuschen fertig und erleben eine große Nachfrage. Bürgerhaus-Geschäftsführerin Anke Humpeneder-Graf: „Die Häuschen sind so zauberhaft und einzigartig, dass die Nachfrage riesig war. In letzter Minute konnten wir noch eines zurückhalten, das in unserem Lindenbestand rund um den Spiel- und den Streetballplatz aufgehängt werden soll.“ Tatsächlich, so Humpeneder-Graf, wohnen in der ruhigen Oase mitten im Industriegebiet eine ganze Reihe von Vögeln, sie selbst habe schon Spechte und Kleiber beobachten können. 

 

Zum Bild:

Titelbild: Unter der Leitung von Gioacchino Acierno (re.) bauten (v.l.n.r.) Yunus, Sahip, Umut, Anna, Cipi und eine Reihe weiterer Kinder Vogelhäuschen. Eines soll in den Linden am Bürgerhaus bleiben. 

In den Sommerferien packten die Kinder im Bürgerhausgarten mit an

 

In den Sommerferien fand sich endlich einmal Zeit genug: Viele Kinder, die mit ihren Eltern nicht in fernen Ländern unterwegs sein konnten, genossen dafür im Bürgerhaus das schöne Wetter und den Garten. Zwischen Bastelaktionen, Badefreuden in den beiden Bürgerhaus-Planschbecken und gemeinsamen Kochpartys wurde im Grünen gearbeitet und gebuddelt. Um Platz für ein Gerätehäuschen zu schaffen musste einiges gerodet werden, es wurde Unkraut gezupft, Laub gerecht und allerhand Wildwuchs zurechtgeschnitten. Der Spielplatz und der Streetballplatz mussten von heruntergefallenen Zweigen und Blättern befreit werden und alles musste zusammengetragen und abtransportiert werden.

„Gemeinsam etwas anpacken, zusammenhelfen und sehen, wie es gelingt, sich um die Dinge kümmern - einfach ein Stück Normalität erleben, auch das gehört zur Gewaltprävention, für die das Bürgerhaus angetreten ist“, erklärt die Vorsitzende der Bürgerstiftung Landshut, die das Haus betreibt. Unter der Leitung der Bürgerhaus-Mitarbeiter Christa Kraus und Gioacchino Acierno erlebten die Kinder, wie man gemeinsam Dinge bewegen und Ordnung schaffen kann, sie lernten über das Wachstum der Natur, sichteten Käfer und Schmetterlinge und erfuhren dabei auch, wieviel Arbeit rund um Haus und Garten anfällt. Im kommenden Frühling soll mit einem eigenen Beet, in dem Blumen, Kräuter und Gemüse gezogen werden sollen, das Thema Garten weitergeführt werden. 

 

Zu den Bildern: 

Bürgerhaus-Garten 1 (v.l.n.r.): Robin, Cipi, Diego, Leoni und Anna haben mit Gioacchino Acierno (hinten) allerhand wildwachsende Zweige zurechtgeschnitten und aufgesammelt.

Bürgerhaus-Garten 2 (v.l.n.r.): Fast wie auf dem Bauernhof: Said, Cipi, Katarina und Anna haben mit Christa Kraus (ganz li.) altes Laub und Zweige vom großen Komposthaufen auf einen Anhänger zum Abtransport geladen. 

Familienfest zum Abschluss des Pfingstferien-Programms wurde gemeinsam organisiert

 

Zum Abschluss des Pfingstferienprogramms im Bürgerhaus Landshut fand am vergangenen Wochenende ein Familienfest statt, bei dem vom frühen Nachmittag bis in die späten Abendstunden für jeden etwas dabei war. Das mit griechischem Grillen und Kinderdisco angekündigte Fest wurde von den Mitarbeitern des Bürgerhauses in enger Zusammenarbeit mit den Bewohnern des Wohnquartiers rund um die Porschestraße organisiert. Auch der Anstoß dazu kam von den Bewohnern, die sich diesen Tag als Familienfest gewünscht hatten. Entsprechend groß war die Resonanz und die Grillmeister hatten alle Hände voll zu tun. 

Eine Menge Spiel und Spaß hatten auch die zahlreichen Kinder und Jugendlichen, für die gleich eine ganze Reihe von Programmpunkten organisiert war: Beim Kartoffellauf, am Maltisch, beim Himmel und Hölle-Kästchenspringen, beim Schaumkusswettessen, beim Hula Hoop und beim Dosenwerfen war der Andrang groß und das Miteinander stand im Vordergrund. Von 19 bis 21 Uhr war dann im Bürgerhaus Kinderdisco geboten, mit cooler Musik und eigens improvisierter Scheinwerferanlage. Dazu kamen viele Kinder, aber auch zahlreiche Eltern ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen, mit der Jugend mitzufeiern.

Bürgerhaus Fachaufsicht Friederike Appold mit ihrem Team war denn auch sehr zufrieden: „Es steckt viel Vorbereitung in so einem Fest, aber dass so viele Bewohner die Einladung des Bürgerhauses angenommen und zum Teil auch kräftig mitgeholfen haben, von Grillen, Kuchen- und Salatspenden bis zum anschließenden gemeinsamen Aufräumen, das tut dem Miteinander im Quartier schon ungeheuer gut.“ Auch die Vorsitzende der das Bürgerhaus Landshut betreibenden Bürgerstiftung, Anke Humpeneder-Graf, die selbst mit Freunden nur als Gast am Fest teilgenommen hat, war voll des Lobes für das neue Team, das seine nicht immer leichten Aufgaben mit großer Freude und Energie anpackt. Bei soviel guter Resonanz wird das Familienfest im Bürgerhaus sicher nicht das letzte gewesen sein. 

 

Zum Titelbild: Programm für Groß und Klein beim Familienfest im Bürgerhaus: Grillen, Brotzeit, und eine Menge Spiele.

Die Bürgerstiftung hat die Personalsituation und die Öffnungszeiten im Bürgerhaus ausgebaut

 

Ein Jahr lang hatte das Bürgerhaus inzwischen Zeit, seine Strukturen auf- und auszubauen. Der Weg zu einer gut funktionierenden Einrichtung war durchaus bewegt und nicht alles hat auf Anhieb  perfekt geklappt. „Es war viel Arbeit, aber es war auch sehr interessant, zu sehen, was von den Bewohnern des Wohnquartiers angenommen wird und was nicht. Wir hatten personelle Umstrukturierungen vorzunehmen und auch die Öffnungszeiten haben wir inzwischen besser an den Bedarf vor Ort angepasst“, erklärt die Vorsitzende der das Haus betreibenden Bürgerstiftung Landshut, Anke Humpeneder-Graf. „Besonders freuen wir uns, dass unsere Sponsoren, die den Betrieb im Bürgerhaus maßgeblich ermöglichen, die Dominik-Brunner-Stiftung und der Rotary Club Landshut-Trausnitz, die neue Besetzung und die strukturellen Änderungen mit großem Vertrauen mitgetragen haben.“

Personell steht das Bürgerhaus jetzt auf mehreren Beinen: Die Personalsituation wurde so gut ausgebaut, dass ständig mindestens zwei Personen im Haus beschäftigt sind, dazu kommen noch die ehrenamtlichen Helfer. So können alle Aufgaben, von den spezifischen sozialpädagogischen Angeboten bis zur „Hausmama“, vom Jugendtreff bis zum Elterntalk, vom Café-Betrieb bis zum Spieleangebot, von der Verwaltung im Büro bis zu den Hausmeistertätigkeiten weitaus besser und effektiver erfüllt werden, als das noch zu Beginn der Fall war. 

Das Herz des nun  komplettierten Bürgerhaus-Teams bilden die Sozialpädagogin Friederike Appold und Maria Beiderbeck, die beide mehrjährige Leitungserfahrung mitbringen. Appold, stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung Landshut, kommt als Vorstandsmitglied der Stiftung insofern eine Doppelrolle zu, als sie – ebenfalls ehrenamtlich - auch als Fachaufsicht über das Bürgerhaus fungiert. Fest angestellt hat Maria Beiderbeck die Projektleitung übernommen. Unterstützt wird sie von der pädagogischen Fachkraft Stephanie Hofmeier, die unter anderem für die offene Hausaufgabenhilfe zuständig ist und Maria Luise Weber, die den Leseclub leitet. Christa Kraus ist für das Bistro zuständig, Anna-Fuso Meier für die Verwaltung, und Gioacchino Acierno, der als Bewohner die Probleme der Jugendlichen im Quartier besonders gut kennt, für den Jugendclub. „Wir freuen uns natürlich, dass wir mit dem Bürgerhaus auch Arbeitsplätze für die Menschen hier schaffen können“, freut sich Friederike Appold, die das Team nach ersten Erfahrungen mit dem Bürgerhaus zusammengestellt hat und die regelmäßigen Teamsitzungen leitet. „Alle Kräfte hatten sich bereits ehrenamtlich hier bewährt. Wir wussten also, wen wir übernehmen und in eine bezahlte Tätigkeit überführen.“
(Für das Bürgerhaus einschließlich Café gelten ab sofort folgende Kern-Öffnungszeiten: Dienstag/ Mittwoch von 14 bis 18 Uhr, Donnerstag/ Freitag von 14 bis 19 Uhr, Samstag von 14 bis 17 Uhr. Weitere Sonderöffnungszeiten werden am Anschlag und in der Presse bekanntgegeben).

 

Zum Bild:
Um Fachaufsicht Friederike Appold (3.v.r.) und Projektleiterin Maria Beiderbeck (3.v.l.) gruppieren sich die weiteren Mitarbeiter des Bürgerhaus-Teams (v.l.n.r.): Christa Kraus, Stephanie Hofmeier, Maria Luise Weber, Anna Fuso-Meier und Gioacchino Acierno. 

 

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